FRINGS EXKLUSIV! „DARMSTADT GIBT SICH NIE AUF, AUCH WENN DIE SITUATION BESCHISSEN IST“

Torsten Frings hat mit Darmstadt 98 aktuell großen Erfolg, auch wenn der Klub sehr wahrscheinlich absteigen wird. Im Interview spricht er auch über seine Ex-Klubs Werder Bremen und den FC Bayern München.

Torsten Frings hat mit Darmstadt 98 aktuell großen Erfolg, auch wenn der Klub sehr wahrscheinlich absteigen wird. Im Interview spricht er auch über seine Ex-Klubs Werder Bremen und den FC Bayern München.

Herr Frings, drei Siege in der Bundesliga in Folge. Das ist Vereinsrekord. Darmstadt 98 ist das Team der Stunde. Weshalb gibt ihre Mannschaft einfach nicht auf?
Die Mannschaft besitzt eine großartige Mentalität. Sie gibt sich nie auf, auch wenn die Situation beschissen war und auch immer noch ist. Ich bin sehr stolz auf das Team. Der Abstieg ist nicht mehr zu verhindern.

Wie gelingt es Ihnen, morgens aufzustehen und sich trotzdem für den Rest der Saison zu motivieren?
Wir spielen in der Bundesliga – das allein ist Motivation genug. Jeder muss das zu schätzen wissen, und das ist bei uns der Fall, wenn ich auch sehe, wie hier bei uns jeden Tag trainiert wird. Keiner lässt sich hängen, alle geben weiter Vollgas, das ist überragend!

Klären Sie uns auf: Was ist der Grund dafür, dass Darmstadt jetzt noch mal so richtig aufdreht?
Wir haben auch in den Wochen davor oft richtig gut gespielt, nur uns leider dafür nicht belohnt. Jetzt schießen wir endlich Tore und gewinnen dadurch auch Spiele.

Viele Fans hätten sich gewünscht, dass Sie schon früher nach Darmstadt gekommen wären. Was haben Sie im Team verändert, als Sie den Job in Darmstadt antraten?
Im Winter ging es erst einmal darum, dass wir wieder ein Team werden. Darauf lag der Fokus in der kurzen Vorbereitung. Im Anschluss haben wir mehr und mehr taktische Dinge ins Training einfließen lassen. Ich denke, wir haben uns auch spielerisch richtig gut entwickelt mittlerweile.

Torsten Frings spielte insgesamt 11 Jahre für Werder Bremen. Nach seinem Wechsel zu Borussia Dortmund, kam er noch einmal zurück an die Weser.

Torsten Frings spielte insgesamt 11 Jahre für Werder Bremen. Nach seinem Wechsel zu Borussia Dortmund, kam er noch einmal zurück an die Weser.

Trauer über den Abstieg, oder Freude über den aktuellen Erfolg. Was überwiegt bei Ihnen?
Es macht keinen Sinn, groß darüber nachzudenken, was eventuell hätte sein können. Wir sind froh, dass wir uns in dieser Art und Weise aus der Liga verabschieden können. Das sind wir uns selbst schuldig, und gerade auch unseren Fans, die uns selbst in ganz bitteren Situationen immer großartig unterstützt haben. Das ist sicher etwas ganz Außergewöhnliches. Wir freuen uns, dass wir ihnen nun noch mal etwas zurückgeben können.

Jetzt geht es in München gegen den Rekordmeister. Darmstadt ist krasser Außenseiter, muss gewinnen, wenn man nicht an diesem Spieltag absteigen will. Was muss alles zusammenkommen, dass Darmstadt trotzdem in München punktet?
Alles (lacht). Dass sie nun schon Meister sind, wird es für uns auch nicht wirklich leichter machen. Zumal es auch keine anderen Wettbewerbe mehr gibt, die sie sonst vielleicht schon im Kopf hätten. Ich kann nur eines versprechen: Wir werden wirklich alles tun, was möglich ist.“

Für die deutsche Nationalmannschaft absolvierte Torsten Frings 78 Spiele.

Für die deutsche Nationalmannschaft absolvierte Torsten Frings 78 Spiele.

 

Darmstadt spielt aktuell wie im Rausch. Genau wie ihr Ex-Klub Werder Bremen. Freuen Sie sich über den jüngsten Erfolg von Werder?
Ich habe ja schon vor unserem Spiel gesagt, dass ich mir natürlich wünschen würde, dass Werder in der Liga bleibt. Dass sie nun so durchstarten, ist Wahnsinn.

Ist für Werder in dieser Saison die Euro League drin?
Klar. Wenn man erst mal so einen Lauf hat, geht vieles plötzlich deutlich einfacher. Und sie haben nun überhaupt keinen Druck mehr.

Es ist gut möglich, dass einige Ihrer Spieler nach dem Abstieg den Verein verlassen möchten. Wünschen Sie sich, dass der Kader, so wie er jetzt ist, zusammen bleibt?
Natürlich wünsche ich mir, dass der Stamm so zusammen bleibt. Aber in Fällen, wo es zum Beispiel Ausstiegsklauseln gibt oder die Spieler nur geliehen sind, haben wir es nicht in der Hand. Wir haben mit allen Spielern gesprochen, die wir halten wollen, und haben auch gute Signale erhalten. Aber dass sich Spieler auch umschauen, ist doch ganz normal.

Die meisten Fußballfans in Deutschland haben Sie noch als tollen Fußballer Kopf. Wie wichtig ist es Ihnen, dass die Menschen bald in erster Linie denken: „Frings, das ist ein toller Trainer“?
Meine Spielerkarriere ist vorbei und spielt auch keine Rolle mehr. Wenn man ein guter Spieler war, heißt das längst nicht, dass man auch ein guter Trainer ist.

 

 

Matéria originalmente publicada por:  http://www.sportbuzzer.de/

São Paulo – Brasil – 23:32

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Josy Galvão

 
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